ANDREJ IWANOWITSCH SCHOLUCH wurde am 29.11.1895 in Reschitilowka Kreis Poltawa/Ukraine als Sohn der Großkaufleute Iwan Iwanowitsch und Irina Pelagia Scholuch geboren. Nach Beendigung des Gymnasiums schlug Scholuch die Offizierslaufbahn ein und unterzog sich einer Ausbildung an der Kriegs-Akademie in Perm (Ural). Anschließend leistete Scholuch an der Westfront nahe Lemberg, dem heutigen Lwow (Ukraine) Frontdienst als junger Leutnant. Während der Revolution diente er unter General Wrangel und wurde im Jahr 1919 zum Oberleutnant befördert. Im darauffolgenden Jahr emigrierte er nach Galipoli/Türkei, wo sich sein Truppenteil neu formierte, um gegen marodierende rote Seeleute zu kämpfen. 1921 wurde er nach Alexandria/Ägypten in ein Inter-nierungslager gebracht. Nach seiner Entlassung ging Scholuch nach Paris, wo er zunächst in einer Automobilfabrik seine Brötchen verdiente. In seiner Freizeit arbeitete er ganzherzig an der Gründung des Ural Kosaken Chores, mit dem er 1924 erstmalig auf Tournee ging, die ihn nach Spanien, Frankreich, Portugal, Benelux, Italien, Schweiz, Österreich und Deutsch-land führte. Der Sitz des Chores wurde dann auch Deutschland. Nach der Auflösung im Jahre 1972 widmete sich Scholuch bis zu seinem Tode (9.1.1979, Düsseldorf) der orthodoxen Kirchenmusik. Zwar hatte Scholuch nie den kommerziellen Erfolg wie Serge Jaroff, doch brauchte er einen künstlerischen Vergleich nie zu scheuen.

 

 

MICHAIL GREGORYWITSCH MINSKY wurde am 12.8.1918 in Kasan geboren, studierte dort am Konservatorium Gesang, erhielt ein Stipendium für das Konservatorium Moskau, entschied sich, nach seiner Gefangenschaft in Deutschland, dort zu bleiben. 1949 erhielt er ein Musikstipendium in den USA, sang dort an vielen bedeutenden Opernhäusern. Ende der 50er Jahre trat Minsky dem Schwarzmeer Kosaken Chor bei, wurde Anfang der 60er jedoch von Serge Jaroff für den Don Kosaken Chor verpflichtet, mit dem er bis zur Auflösung 1979 die Welt bereiste. Zahlreiche Aufnahmen des Solisten Minsky sind in dieser Zeit entstanden. In den 80er Jahren hat sich Minsky als Konzert-Solist etabliert, bevor er 1986 noch einmal eine Tournee mit dem Original Don Kosaken Chor des inzwischen verstorbenen Serge Jaroff unter der Mitwir-kung von Nikolai Gedda unternahm. Dirigent: Michail Minsky. Fast parallel hierzu fungierte er als künstlerischer Leiter des Ural Kosaken Ensembles. Seinen letzten Traum verwirklichte Minsky 1988 in Holland: als Initiator organisierte er die Feierlichkeiten anlässlich des 1000 jährigen Bestehens der russisch-orthodoxen Kirche. Wenige Tage danach verstarb Michail Minsky am 9.10.1988 in Zwolle/Holland.

 

 

ALEXANDER SKOVITAN, geb. am 26. Juni 1963 in Hamburg; Vater: Nikolai Nefedov - ein emigrierter Russe; Mutter: Die bis dahin noch unbekannte ALEXANDRA, auf die man erst vier Jahre später aufmerksam wurde, die in Deutschland und dem deutsch-sprachigen Ausland zum Shootingstar wurde und kurz vor einer Weltkarriere stand. Ihre größten Erfolge: "Zigeunerjunge", "Sehnsucht", "Mein Freund, der Baum". 31. Juli 1969: Auf der Urlaubsfahrt nach Westerland mit ihrer Mutter und ihrem Sohn geschah das Unfassbare: Alexandra und ihre Mutter verunglückten tödlich bei Telling-stedt/Heide, nur ihr Sohn Alexander überlebte. Nach der Beerdigung holte der inzwi-schen von Alexandra geschiedene Vater den Sohn in die USA. Dort absolvierte Alexan-der seinen Abschluss an der Boston University in Kunstgeschichte und Betriebswirt-schaft und unterzog sich einer intensiven klassischen Gesangsausbildung. Es folgten Auftritte in diversen Opern (Zauberflöte, Madam Butterfly, Carmen u.a.) sowie zahlreiche Soloauftritte in den Staaten. Seine vielseitigen Sprachkenntnisse - Russisch, Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch - kommen dem Chor genauso zu Gute wie seine Ausstrahlung und seine Liebe zur Musik, insbesondere der zur russischen, der Musik seiner Vorfahren.

Vladimir Kozlovsky wurde in der Ukraine geboren. Schon mit 8 Jahren machte er in der Musikschule von Nowyj Rozdil eine Ausbildung für Akkordeon. Mit 14 Jahren erhielt er bereits das erste Diplom. Anschließend absolvierte er die staatliche Musikfachschule und die Hochschule für Musik in Lemberg, wo er auch Gesang und Klavier studierte und Diplome als Chorleiter, sowie als Dirigent erwarb. Vladimir Kozlovky war schon Mitglied und Chorleiter von verschieden ukrainischen Chören. Er dirigierte auch verschiedene Orchestern. 2006 emigrierte er in die Bundes Republik Deutschland, wo er seit her den bekannten Ural Kosaken mit großem Erfolg leitet.