Die weltumstürzenden Erschütterungen, denen Russland im Jahre 1917 ausgesetzt war,trieben viele Bewohner des alten russischen Reichs, darunter auch viele zarentreue Kosaken, in die Emigration. Über die europäischen und amerikanischen Länder verstreut, fanden sich erst Jahre später Familien und Freunde wieder zusammen. Die weltumstürzenden Erschütterungen, denen Russland im Jahre 1917 ausgesetzt war, trieben viele Bewohner des alten russischen Reichs, darunter auch viele zarentreue Kosaken, in die Emigration. Über die europäischen und amerikanischen Länder verstreut, fanden sich erst Jahre später Familien und Freunde wieder zusammen. In allen aber lebte die Liebe zum angestammten Lande weiter. Im tiefsten Herzen blieben sie der Heimat treu und pflegten bei ihren Zusammenkünften die alten Lieder und Tänze.

So kam es 1924 in Paris zur Gründung des Ural Kosaken Chors durch Andrej Scholuch, derinnerhalb kürzester Zeit neben Jaroffs Don Kosaken Chor zum Begriff wurde. Nach Kriegsausbruch stellte der Chor 1940 seine Tätigkeit ein, die Mitglieder wurden in alle Winde verstreut. In der Zeit von 1951-1955 leitete Scholuch dann den Schwarzmeer Kosaken Chor, mit dem er vorwiegend Kirchenkonzerte durchführte.Nach Überwindung vieler Hindernisse ist es Andrej Scholuch dann gelungen, den Ural Kosaken Chor aus Mitgliedern des Schwarzmeer Kosaken Chores und neuer Sänger wieder aufzustellen. Eines der bekanntesten Mitglieder war Ivan Rebroff. Aufgrund von Scholuchs Alter und Überalterung der meisten Mitwirkenden führte der Chor 1972 seine letzte Tournee durch. Michail Minsky, ehemaliger Solist des Don Kosaken Chors Serge Jaroff, war es zu verdanken, die jüngsten Mitglieder des alten Chors sowie neue Sänger um sich zu versammeln und das Ural Kosaken Ensemble wieder zu beleben. Vier Jahre nach dessen Tod (9.10.1988, Zwolle) stellte das Ensemble seine Tätigkeit ein. Mit Hilfe von Wanja Scholuch, Sohn des Gründers und Dirigenten, ist es im Jahre 2000 nun endlich gelungen, den Ural Kosaken Chor, unter der musikalischen Leitung von Alexander Kovlegin, in seiner alten Höchstform wieder aufzustellen und – auf die Tradition des großen Namens achtend – wieder auf ausgedehnte Europatourneen zu gehen. Und wieder kann der Chor einen bekannten Namen aufweisen: Alexander Skovitan (Geburtsname: Nefedov), Sohn der unvergesslichen Sängerin Alexandra, hat die Gesamtleitung des Chors 2 Jahre inne. Seit nunmehr 8 Jahren, nachdem Skovitan aus privaten Gründen den Chor verlassen musste, wurde die Leitung an Vladimir Kozlovskiy übertragen. Das Ziel des Chors bleibt jedoch unverändert: Das Kulturgut der orthodoxen Kirche sowie die Volksweisen aus dem alten Russland und der Ukraine dem Publikum traditionsgerecht zu vermitteln - mögen auch einige Arrangements der heutigen Zeit angepasst sein.